Das Tor von Karveth

Es wurde nicht errichtet, um etwas hineinzulassen.

Sondern um etwas aufzuhalten.

Etwas, das nicht mehr draußen bleiben sollte.

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Das Tor ragt aus schwarzem Stein.

Keine Verzierungen.
Keine Zeichen.

Nur eine Oberfläche,
die jedes Licht verschluckt.

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Du trittst näher.

Ohne dich daran zu erinnern, dich entschieden zu haben.

Die Luft wird schwer.

Kein Geräusch kommt von der anderen Seite.

Und genau das macht es schlimmer.

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Du legst die Hand auf das Tor.

Für einen Moment passiert nichts.

Dann...

spürst du etwas.

Kein Druck.

Kein Geräusch.

Nur ein Bewusstsein,
das deine Berührung erwidert.

Als hätte es dich erwartet.

Und als würde es prüfen,
ob du noch draußen gehörst.

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Du bist dir nicht sicher,
ob das Tor dich aufhält.

Oder dich längst erkannt hat.

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